"Metal will never die!"

Im Zuge der Quantum-Enigma-Tour ging es an diesem Tag für die sechs Musiker nach Hamburg, wo sie in einer ausverkauften Halle und vor sehr begeisterungsfähigem Publikum spielten. Die Darbietung war im Gegensatz zur Release-Show in Tilburg was Showelemente wie riesige Drachen oder Glitzerregen anbelangt zwar reduziert, aber keinesfalls was die musikalische Ausdruckskraft und Bühnenpräsenz aller Beteiligten betrifft.

Dabei präsentierten Epica, bestehend aus Simone Simons (Gesang), Mark Jansen (Gitarre, Grunts + Screams), Isaac Delahaye (Gitarre), Rob van der Loo (Bass), Coen Janssen (Keyboard) und Arien van Weesenbeek (Schlagzeug), im Hauptgang drei der stärksten Songs ihres aktuellen Megaalbums "The Quantum Enigma" ("The Second Stone", "The Essence of Silence", "Victims of Contingency"), aber auch viele alte Nummern aus allen fünf vorangegangenen Alben, darunter z.B. der Dauer-(Live)brenner "Unleashed".

Mein persönlicher Songfavorit war an diesem Abend "Design Your Universe" - hier stimmte einfach alles! Der Song an sich ist sowohl inhaltlich als auch musikalisch schon der Hammer, durch die Art und Weise der Darbietung, wurde er aber nochmal erheblich gesteigert. Allein das synchrone Headbangen der Jungs im abgehakten Takt des Refrains war ein Vergnügen, das komplette Ausschalten des Lichts vor dem überwältigenden Songfinale einfach genial!

Auf der einen Seite eine seit dem jüngsten Album bessere Simone als je zuvor und spielerisches Können gepaart mit Leidenschaft an jedem Instrument, auf der anderen Seite Herzlichkeit (Simone spricht Deutsch, Herzgesten) und unterhaltsamer Schabernack (Isaac mit Stick am Schlagzeug, Mark mit Wasserattacke oder alle Jungs im Fotograben). Sehr gute Musik und abwechslungsreiche Performance - mehr kann eine Headliner-Show nicht bieten!
Das schien das Publikum genauso zu sehen, denn die Stimmung vor Ort hätte nicht besser sein können. Da konnte sich in dem Moment fast jeder bei Simones Satz angesprochen fühlen: "Metal will never die! Because of you!" - Und wegen Bands wie Epica!

1. Originem (Intro)
2. The Second Stone
3. The Essence of Silence
4. Unleashed
5. Storm the Sorrow
6. Martyr of the Free Word
7. Fools of Damnation
8. The Obsessive Devotion
9. The Last Crusade
10. Victims of Contingency
11. Sancta Terra
12. Design Your Universe
Zugabe:
13. Cry for the Moon
14. Unchain Utopia
15. Consign to Oblivion
Weitere Fotos:
http://epica.nl/
Link zum Auftritt in Leipzig:
http://www.realisart.com/2015/07/konzertbericht-fotos-epica-in-leipzig.html
Link zum Video-Interview mit Coen Janssen:
http://www.realisart.com/2015/07/video-interview-artikel-epica-2015.html
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen